Band 
Sechster Theil.
Seite
614
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6i4 Geschichte der Streitigkeiten

Frage von der Art der Vereinigung und ihteuFolgen;

VUl. Sondern erstlich, ob, diese Wahr-heit der Menschmnatur und ihre Verschieden-heit von der göttlichen zu behaupten, es noth«wendig sey, zu bekennen, daß Christus nach sei«ner Menschennatur mit seiner Mutter und unsübrigen Menschen gleiches Wesens (-^-8^-5)sey? Da denn gewis ist, daß Eutychis Ge-gner dieses sehr ernstlich behartpteL und selbst zumMerkmal der Orthodoxie, jedoch mit der so nö-thigen Einschränkung: olM'Simde, gemacht;hingegen Etttyches diesen Ansdruk verworfen,und zwar als Neuerung und den Lehrsaz als Ir-tum, es bleibet aber billig zweifelhaft, ob er, wenner den Lehrsaz selbst verworfen, die Menschen-natue an sich, oder in ihrer Vereinigung mitder göttlichen, betrachtet; wovon oben dieGründe angegeben worden. Wenigstens wardieses die erste Hauptfrage, die wir bemer-ken.

Anm. Hier war ein Srreit über- ein Wort, daß es aberein Wortstreit gewesen, läßet sich nicht mit Gewishcitbehaupten, weil wir die Ursache, warum Eutyches esverworfen, nicht wißen; jedoch ist es sehr wahrscheitt'sich.

H Zweytens, wurde in Absicht auf dievereinigten Naturen noch gestritten, ob zwischenihnen vor der Vereinigung, und nach der Ver>(inigung ein Unterschied sey? welches, wenn^rnan die Frage iezt ohne weitere Bestimmunghetrachtet, allerdings von Etttpche bchayptek,