6iz Geschichte der Screicigkeiten
XV. Theils über die Gemeinschaft derEigenschaften der beyden Naturen und der inihnen gegründeten Handlungen, da denn nichtgefraget wurde, ob sie ohne Unterschied der gan-zen Person zukommen, welches die Gegner al-lerdings behauptet, Eutyches aber wenigstenserweislich nicht geleugnet, jedoch auch nicht klargenehmiget, auch nicht, ob die Eigenschaftender menschlichen Natur in die göttliche Naturübergegangen, so daß die z. E. lebensfähigworden, welches zwar dem Eutychi und seinenFreunden zur Last geleget worden, aber nichterwiesen werben kan, auch nicht, ob es unrechtsey, die Eigenschaften der menschlichen Naturvon dem Concreto der göttlichen Natur zu sa-gen, welches die Gegner nie geleugnet; son-dern ob, die Verschiedenheit der Eigenschaftenanzuzeigen, man den Unterschied, nach welchemdiese Eigenschaften zwar beyden Naturen zu-kommen, aber nicht auf einerlei Art, bemerken,und daher, wenn man von dem Concreto dergöttlichen Natur sage, es habe gelitten, dazu ft-zeu müße, im Fleisch; oder vielmehr ganz al-lein von dem Concreto der göttlichen Natur,alle, sowol göttliche, als menschliche Eigenschaf-ten alle menschliche Veränderungen ohne Unter-schied, ohne Einschränkung sagen, und von Chri-sto dem Menschen gar nicht reden solle? Dadenn Eutyches gewis gnug den lezten Theil,seine Gegner aber den ersten Theil behauptete.Das war die vierte Hauptfrage, nicht überWörter, vielleicht aber ein Wortkrieg.
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