Band 
Sechster Theil.
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784
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784 Geschichte

auch kein einziger alter Zeuge da, daß der Kai-ser es überall hingeschikt, wenn es gleich Theo-vhanes meldet. Vielmehr reden die alten so,wie auch alle uns aufbehaltene Abschriften desHenotikonS bezeugen, daß es nur nach Ale-xandrien geschlkt worden. Das sonderbarsteist daher dieses, daß es zu Alexandrien amwenigsten, an andern Orten aber am meistenWiderspruch gefunden. Die wahre Ursach wer-den wir an seinem Ort schon entdeken. Soviel scheinet hier gnug zu seyn, daß in der Thatnur zu Alexandrien die Gemeinde, durch Auf-hebung des gemeinschaftlichen Gottesdienstes ge-trennt gewesen, und daher auch nur da eine öf-fentliche Wiedervereinigung statt gehabt. Daßsich aber die Annahme des Henotikons in derfolgenden Zeit verbreitet, ja verbreiten ttWßen,davon unten.

IV. Die Zeit, welche Victor angiebt, hatihre völlige Richtigkeit. Sie stimmt mit derChronologie der Folge der alexandrimscheNBischöfe so genau überein, daß darüber keinZweifel entstanden, auch nicht entstehen kau.

Anm. 1. S. §. XXIV. V. Daß K.Zeno dirft Verord-nung gemacht in Absicht auf die DecennaUen seinerRegierung, ist blos eine Muthmaßung des Pagi snn-cc.LLi.xxxn. §. 21.

Anm. 2. Hier endigen wir unsere historische Untersu-chung von dem -Heiwriko und verspüren die theologi-schen Beobachtungen und Beurtheilimgen auf dennächstfolgenden Abschnitt, wo wir mich die einzelnen Ab-handlungen von demselben anführen werden, weil die-se nicht so wol das Historische, als das MoralischeKeßelben zum Grund haben.

Zwey-