Band 
Sechster Theil.
Seite
788
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788 Geschichte

lium das vorhergehende herunter zu sezen. Ausdiesem ist nun leicht begreiflich, daß, da nim-mermehr mit den Schlüßen einer solchen Syn-ode alle Lehrer zufrieden waren, da immerdurch diese eine Parthei gedrükt wurde, dieMißvergnügten eine neue Aenderung hosten undsuchten, und wodurch? Nothwendig, durch Ver-änderung des Hdfsystems, welche durch Ver-änderung der regierenden Personen, entwederder Regenten oder der Ministers, entstehen ton-te. Zu Chalcedon war eine Parthei unter-'drükt: diese suchte nun eine Aenderung, undman siehet, wie daher nothwendig die beydenPartheien entstehen musten, der Gönner undder Gegner der chalcedonischen Synode.Nun kam es blos darauf an, wohin sich dieHofparthei neigte. Zweytens, man kennetaus der vorhergehenden Geschichte der Kirchen-versamlung zu Chalcedon, daß damals zweyPartheien waren, die über den Lehrbegrif vonder Person Christi stritten; daß die Frage war,ob man dieser nach der Menschwerdung eine,oder zwey Naturen beilegen solle, welche lez-tere vorgeschrieben worden: daß diejenigen, wel-che dieses nicht billigten, vor Kezer erkläretworden, endlich, daß nicht allein Eukychesdurch natürliche Folgen als rechtmäßig ver-kezert, abgesezetund gebannt erkläret worden;sondern man auch seinen Freund und gewalt-thätigen Beschüzer, B. Dioskurum von M-xandrien mit der Absezung, dem Kirchenbannund der Verweisung bestrafet. Drittens,