der monophpsttischer» Streitigkeiten. 8-9
uns von dieser Seite so grobe Ausschweifungennicht gemeldet worden. Allein einmal brauch-ten sie solche nicht, sich an ihren Feinden zu rä-chen, oder diese zu unterdrüken. Ihre Waffenwar die kaiserliche Macht. Und diese wüstensie meisterlich zu gebrauchen, wie wir schon be«werket haben. Sie haben keinen ermordet,davor aber Landesverweisungen gefordert underhalten; hernach, wenn ihre Starke wankete,denn schameten sie sich nicht, eben so niedrigeMittel zu gebrauchen. Akacii oben geschilder-des Betragen zur Zeit des Basilisk» ist hievonBeweis. Aufhezung des Pöbels, Wuth,Empörung, alles wurde sich erlaubet, bis sichder Kaiser zwingen lies, und er lies sich zwin-gen, weil er hofte, durch diese Demüthigungseinen wankenden, seinen fallenden Trohn auf-recht zu erhalten. Und wer kannte die Kunst,eine solche Maschine, wie der Pöbel zu Comsiantinovel war, in eine so fürchterliche Bewe-gung zu sezen? Münche, und besonders derheilige Daniel, der seine aus Schwärmerei be-stiegene Säule verlaßt, um zu Constantino-pel den Pöbel gegen den Kaiser zu empören.Die Hauptpersonen dieses Theils erscheinet»unter keiner rühmlichern Gestalt, als ihre Ge-gner. Im Anfang behauptet B. Leo seinenoben angezeigten Charakter ganz unveränder-lich. Er sezt, was er kan, alles in Bewegung,um die so mühsam erworbene Ehre, ein Gesezin derDogmatik gegeben zu haben, nicht zuverlieren. Er hezet auf, wer sich hezen laßen
will,