1028 Geschichte
eine Hofnung sich macht, die gewis Baroniusnicht gebilliget haben würde. Gewis hat er kei-ne Antwort erhalten, weil er bald darauf starb,und es ist aus dem Stillschweigen seines Nach?folgers wahrscheinlich, daß gar keine erfolget.Und daher ist diese Sache unerheblich.
Anm. S. Daponium snn. e:LOLrxxxxi. L, 8 rind Tlt,lemont XVI. 6Z7. Dcr Brief selbst ist verloren.
II. Nun kam Gelasius auf den römischenStuhl, ein zwar gelehrter Mann, der aber sehrheftig war, das Verfahren seines Vorfahren oh-ne alle Einschränkung zu vertheidigen und fortzu-sezen. Eine seiner ersten Verrichtungen war,daß er seine Erhebung dem Anastasio meldete ineinem Schreiben, in welchem er nicht vergaß,die Aufrechthaltung der chalcedonischen Syn-ode dem Kaiser zu empfehlen. Er bekam aberdarauf keine Antwort, vermuthlich, weil seineForderungen wegen des Macii den Kaiser be-leidiget.
Anm. auch dieser Brief ist verloren und wissen wir diesesaus den folgende» Briefen des Gelasij, die wir in ihrerOrdnung anzeigen wollen.
III. Billig hatte Gelastus auch an den da-maligen Patriarchen Euphemium schreiben sol-len, weil dieses aber mit der aufgehobenen Kir-chengemeinschaft nicht bestehen können, so unter-lies er es» Euphemius handelte christlicher,Er erlies hintereinander zwey Briese an Gelst-,sium, die zwar iezt verloren, jedoch, nach ihremInhalt uns bekannt sind. Er thut alles, wasman von einem friedfertigen Mann erwartenkonte. Er erkläret sich über die Orthodoxie gut,