der monophysirischen Streitigkeiten. 1029
und stellet die moralische Unmöglichkeit vor,den Nahmen des Akacii auszustreichen, wo-bei er aber anch die Gründe der Unbilligkeitnicht verschweiget, die der römische Stuhl ge-gen Akacium zu Schulden kommen laßen.Auf diesen Brief antwortete nun GelasMs,mit einem Stolz und Unbiegsamkeit, seine un-billige Forderung nicht fahren zu laßen, dienothwendig die andere Parthei erbittern muste.
Anm. Dieses alles lernen wir nun aus dem ersten vor--handnen Brief des Gelasii, im Manst r«». VIII. x.
Er ist in einem sehr homiletischen Stil abgefaßt. Wirzeichnen nur das vornehmste aus, was zur Historiegehöret, i) Euphcmius hatte erinnert, daß dieÄusstrcichung des Akacii selbst in Absicht auf diejeni-gen Personen, welche Akacius gctaufet, oder ordinirethatte, gross Unruhen anrichten wurde. Gelastusmeinet, daß sich darüber ein Mittel finden werde:2) Die Versicherung, haß man zu Lonstantinopelden Euryckem verwerfe, sey nicht hinreichend, solange man mit seinen Nachfolgern in der Kirchengc«meinschaft stehe: z) Euphemius hatte bemerket, Aka-cius sey rechtgläubig gewesen, welches Gelastus nichtleugnet; aber behauptet, daß ihm daher die Gemein-schaft mit den Kezern desto mehr zur Last falle:4) Euphemius hatte ganz richtig erinnert, daß Aka,eins nicht rechtmäßig verdammt sey, und bekommt dieAntwort, daß ihn schon die Synode von Lhalcedonverdammt habe, wie oben schon da gewesen: 5) dasVorgeben, Mongus habe sich von dem Verdacht derKezerei gereinigct, sey unerwiesen: 6) das wichtigsteist. Euphemius hatte vorgestellet, daß das Volk nie-mals einwilligen werde, Akacii Nahmen.auszustrei-chen; ja aus Liebe zum Frieden gerathen, Gelastussolle selbst durch Abgeordnete versuchen, daßelbe dazuzu bewegen; welches Gelastus vor Furchtsamkeithalt. Kurz, Gelastus bestehet ohne Einschränkungauf die Ausstreichung des Akacii. Dieser Brief istohne Anzeige der Zeit.
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IV. Zu