Band 
Sechster Theil.
Seite
1036
JPEG-Download
 

roZ6 Geschichte

nach Alsm schiken. Von dieser überaus wichtigenUrkunde haben wir nur eine, vom kleinen Dronysiogemachte Uebcrftzung.

Zum zweyten haben wir von dieser Unterhandlungeinige Berichte der Geschichtschreiber.

1. Aus Theodors Nachricht §. XVIUI. II. g. ler^nen wir, daß Festus Hofnung gemacht, B. Anasta-sinm sogar zur Annahme des-Henotikons zu bewegen.Eben dieses saget auch

2. Theophanes clrrono^r. x. I2Z-

g. Anastasii Biblrothekarii Erzchlung ist sehrmerkwürdig:vom Bischof Anastasio sondern sichsehr viele Geistliche und Aelteste ab, weil er ohne mitden Bischöfen oder andern Geistlichen gepflogenen»Naht, einen Diakonum von Theßalomch, Photinumzur Kirchengemeinschaft gelaßen, der doch mit Ataris,>in derselben stand, und weil er heimlich Akacrumwiederherzustellen gesucht; er hat es aber nicht ge--.kont, indem ihn Gott geschlagen (nutu äivmo xercufl.ius cst.) Aus dieser Quelle, oder vielleicht den alternUhrir pontiflcilibur ist diese Nachricht von vielen al-ten Eamlern die Kanonen wiederholet worden, ausdenen sie auch Geatianus hat. Guesncll hat einssolche Anmerkung aus einer oxfordischen Handschriftmitgetheilet, der noch deutlicher ist; ^nsltslmr, luecefl

kör Lelssti, relkituere volens occults t^cssium, non po»tuir, veloei Worts xraeventus. DemungeachtSt haltenste neuere Schriftsteller vor einen Iufaz, aus lautevParkheilichkeit. S- Bianchini not. eZnsüalii vir.xonris. rs«. III x. 209. und Ballevini not. in I.cvn.rom. m. p. Z20.

Zum dritten bemerken wir die Stelle in einem Briefdes Kaifers Justins I> an -Hormisvanr bei Manstrv,». VUl. p. 510. darinnen er saget, der P. Avasta»sius habe sich begnüget, nur zu verlangen, daß Alk»cir Nahme nicht genennek werde.

Fweyrens begleiten wir dieses mit einigen Anmer-kungen. In der römischen Kirche stehet man diesesBeispiel eines Widerspruchs eines Pabstes gegen denandern sehr ungern. Die heftigern Vertheidiger leu-gnen, daß Anastasius den Bann gegen Akacrum auf-heben wollen; mißbilligen aber doch sehr seine Schrit-te. Baronins gehet so weit, daß er den plözlichenTod des B. Anastasii vor ein Werk der göttlichen