Band 
Sechster Theil.
Seite
1051
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der monophysitischen Streitigkeiten, rosr

mit dem römischen Stuhl sich verbanden undihre Klagen an denselben brachten.

Lnm. Ein Beispiel davon haben wir an dem Schreiben,welches die Arckimandriten und Mönche vom zwei-ten Syrien an Hormisdam um diese Ieir erlassen undeine große Menge derselben unterschrieben, bey Mansttom. VIII. p. 425. lg. Es enthalt ungemein viel Klagenüber Unterdrükung der Orthodoxie und persönliche Ver-folgungen, durch Severum und seine Anhänger. DieAntwort, so nur Trost und Ermahnung zur Standhaf-tigkeit liefert, stehet griechisch und lateinisch in den Ak»ren der fünften algemeinen Kirchenversammlung «ct. V.in eben dem Band des Manst p. 102z. stz.

xxxm.

Aus allen diesen Begebenheiten, welcheunter K. Anaftasius Regierung vorgefallen,wird sich leicht der Schlus machen lassen, inwas vor eine verwirrte Lage die Religions-unruhen am Ende seines Lebens gerathen.In der Hauptsache waren die Partheien undTrennungen unter den Christen noch ebendie, welche im Anfange seiner Regierungsich fanden. Die römische Kirche war nochvon der Morgenlandischen Kirche völligsge-trennet, wenige Glieder der ersten ausgenom-men, die es mit dieser hielten. Das Heno-tikon war bisher die Regel gewesen, nachwelcher'der Hof die Orthodoxie bestimmte,und die damals wol auch zu Constantinopeldie stärkste Parthei vor sich hatte. Nur Se-veri Wahl hatte diese Verandrung nach sichgezogen, daß unter den Morgenlandern, be-sonders aber in Palästina, der Eifer vor dieSynode von Chalcedon sich wieder erneuer-Xxx z te,