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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Erster Abschnitt.

dität erscheinen: s) in demjenigen, wo sie die möglichstgeringste Sauerstoffmenge enthalten, bei welcher sie sichsauer zeigen können. In diesem Zustande ist ihre saureBeschaffenheit gewöhnlich sehr schwach, und sie han-gen nur leicht an den Basen. Die neue chemische No-menklatur drückt diesen Zustand in der teutschen Sprachedurch das Wort: saures, aus; so sagt man: Schwe-felsaures, Salpetcrsaures u. s.f. DieFranzosenbezeichnen diese Gattungen durch die Endung ihrer Na-men in eux, und sagen z. B. acicle lullureux, uirreuxu. s. f.

b) In demjenigen Zustand, wo sie mehr Sauer-stoff enthalten, und gewöhnlich damit gesättigt sind. DiesenZustand drücken wir durch das Wort: Saure, aus, undsagen z. B. Schwefelsaure, Phosphorsaure u. s. f. DieFranzosen bezeichnen dies durch die Sylbe igue, z. B.äciäe fulturigue, pborphorigue s. f.

Die Verbindung des Sauerstoffs mit saucrfahigenBasen laßt sich aber noch wciler ausdehnen, und beijeder Verbindung ein vierfacher Zustand unterscheiden:i) Wenn sie sehr wenig Sauerstoff enthalt, so daßdiese geringe Menge noch nicht hinreichend ist,ihr die eigentlich säurc Beschaffenheit zu ge-,»den. Jetzt keift sie eine Halbsäure*); z. B- der an der Luft roth gewordene Schwefel, inan-chc Metallkalke u. s. f.r)Wenn sie mehr als vorhin, und schon genug ent-halten, um eine Schwefelsäure zu bilden; z. B-das Schwefelsaure.,,

*) Besser: Oxyd.