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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Erster Abschnitt.

bar, entzieht ihnen im Gegentheil/ besonders den metalli-sckcn Halbsauren, den Sauerstoff, und wird dadurchzur über sauren Koch salz saure (elciäe murircigue

cixißkne).

Die üb er saure Kochsalzsaure *) ist merkwür-dig : durch ihre grünliche Farbe; ihre verdickende undzusammenziehende Wirkung auf die thierische Organisa-tion; ihre Eigenschaft, die Pflanzenstoffc zu entfärben,die meisten verbrcnnlichen Körper zu entzünden, und mitder Polasche ein Salz zu bilden, welches erhitzte brenn-bare Stoffe, von selbst entzündet und das reinste bekann-te Sauerstoffgas giebt.

li.) Flußspathsaure (teilte tluarigiie) in Gar-gestalt, bildet in der Luft einen , sehr dicken weißenDampf, greift das Gas an, lößt die Kieselerde auf, undbildet mit dieser Erde eine permanent-elastische Flüßigkeit,aus der das Wasser einen Theil der Flüßigkeit wiederabsondert.

L.) Borax saure (Acicie boracigne) in trocke-ner Gestalt; kristallisier sich in sechsseitigen Blattern,laßt sich zu Glas schmelzen, ist wenig schmackhaft, we-nig austößlich, schmelzt mit der Kieselerde, hat nur sehrschwache Berwandschaftcn, und laßt sich die erdigen undalkalischen Grundlagen, mit denen sie verbunden ist, fastdurch alle anderen Sauren entziehen.

*) Dertholet, über die entbrennbare Kcchsalzsäure, inv. Crell'ü chem. Annalen 1790. D. II. S. 440. u. s. f.

Neue Bemerkungen über einige merkwürdige Erscheinungendurch die dephlog. Salzsäure, von Hrn. Westrumb,in v. Crell'S chem. Annalen, 1790. D. I. S. 5a i.