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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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126
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126 Erster Abschnitt, lste Abtheilung,

tz. 120.

Ist die Pcobirtutc so weit fertig, lind inwendig glattund sauber, so wird der Eisenstein abgewogen, der ge-hörige Fluß zugesetzt, wenn es nöthig ist, beide gut durcheinander gemengt, behutsam in die Tute gethan, unddarnach gesehen, daß nichts zerstreuet wird. Das Gefäßbedeckt man alsdann mit einem von einer dichten Holz-kohle geschnittenen Deckel, welcher in die Tute hinein-paßt. Werden mehrere Proben zugleich eingesetzt, somuß jede Sorte, um sie nicht mit einander zu verwech-seln, bezeichnet werden; dieß geschiehet, indem man rö-mische Zahlen oder andere Zeichen in den Koblcndeckelhineinschneldet. Auf diesen Deckel wird dann, um dieProbe gegen die äußere Luft zu sichern, noch etwas Stibbegedrückt, und nun in das Feuer gesetzt.

§. 121.

Von dem Feuer zum Probiren.

Man bedient sich entweder der Windöfen odereines Handgcblascs. Erstere haben den Vorzug, daßman mehrere Proben auf einmal, und mehrere als ineiner Esse cinletzen kann. Es wird ferner viele Zeit er-spart, und der Prozeß bedarf weniger Aufsicht. Aufdem Rost des Windofens werden die Tuten unmittelbaraufgesetzt.

In Betreff der Handgeblase, so sind diese von ver-schiedener Größe die Probirgefaße werden hier aufeinen feuerfesten Stein gesetzt, und mit Lehm befestigt.Man setzt sie so in die Esse ein, daß sie ohngefahr 4 Zollvon der Balgdeute zu stehen kommen, damit der Wind