Docimasie. 127
dicht bei der Spur des ersten Tiegels durchgehen undauch die übrigen treffe» kann.
So wohl im Windofen als in einer Esse kann mei»stcns binnen einer guten Stunde, (wo anfangs gelindes,zuletzt aber heftiges Feuer gegeben wird) eine Eisensteins»probe gemacht worden.
tz. 122.
Von den zuzusetzenden Flüssen.
Meistens sind die Eiscnmincrn von der Art, daßsich ihr Rcgulus, ohne Zusatz einer pudern Substanz,nicht darstellen laßt — es ist hier nemlich die Streng»stüßigkeit der Erdarten hinderlich. Jene Zusätze beför»dem die Lcichtfiüßigkeit, und werden daher Flüsse, Zu»schlage oder Vorschlage genannt.
Es giebt zwei Hauptartcn von Flüssen, salzigeund erdige. Für den Eiscnprobirer sind dieSalzfiüsseaus zwei Ursachen nicht anwendbar : i) weil ein mit sol»chcm Flusse erhaltenes Korn anders geartet ausfallt, alses sich ohne diesen Fluß gezeigt haben würde, und esihm nicht selten am eigentlichen Gehalte fehlt; 2) weil«nie so beschickte Probe mit der Ausbringung im GroßenNicht verglichen werden kann.
Die Erdflüsse sind bei weitem anwendbarer, weilMan durch sie richtiger auf die Beschaffenheit des Eisens,auf die Schmclzart und Schlacke desselben schliesst» kann.Eigentlich sollte man zu der kleinen Probe nie eineandere Substanz zum Flusse anwenden, als diejenige, wo»Mit der Eisenstein im Hohenofen wirklich durchgesetzt wird.Da hier indeß mehrere dem Eisensteine beigemischte Er»