Hüttenarchitektur.
253
von gewöhnlichen rauhen Mauersteinen aufgeführt wer»den. Der Kernschacht hingegen wird ganz von feuerfe-sten Quadern aufgeführt.
Ein nicht ganz zu übersehender Umstand ist die8ejt, worin ein Hohervfenbau unternommen werdensoll. — Iu einer kalten Jahrszeit z. B. gedeihet kein Baugut. —
§ 21z.
Um den Grund zu legen *), muß der Boden an der^stimmten und abgemessenen Stelle so tief ausgegrabenwerden, bis eine feste Sohle getroffen wird. Ist dies ge-schehen, so mauert man den Grund. Die meisten Qefenstud nicht quadrakförmig, sondern langer als breiter.Narum? — wird weiter unten gesagt werden. In derGlitte legt man r bis 1 x Fuß tiefe Kanüle an, welche dasvechtwinklicbte Viereck in zwei Diagonalen durchschnei-den. Diese Kanäle, welche zur Ableitung aller Feuchlig»keilen dienen, bedeckt man mit Steinen oder Eisenplatten.Da, wenn diese Abzüge nicht da waren, das im Grund»geinäuer eingeschlossene Wasser, welches zufällig und ingeringer Menge sich hier vcrsammlcte, Abkühlung desHeerdes und Sprengung des Gemäuers bewürben wür-be, so folgt, daß solche Abzüge nothwendig angelegt wer-ben müssen.
Den Ausgang solcher Kreuzabzüge führt man amsichersten ausser dem NauhgemÜuer dahin, wo sie keinerLeitern Gefahr ausgesetzt sind. In einem trocknen Ter-*vin, welches von Wasserquellcn frei ist, führe man diese
*) S. Garnej Seite 47 — 97. und 1. 4 H.
1