412 ' Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
Aus dem grauen Roheisen scheidet sich nach demSchmelzen beim Erkalten und Gestehen, Graphit,Plumbago ab, und setzt sich in Gestalt kleiner Schilp-xen auf die Oberfläche des Eisens. Dieser Graphit be-sieht aus o,/Theilen Kohlenstoff, und o,i Theil geschmei-digen Eisen.
§- Z6o.
Der Graphit oder eigentlich der Kohlenstoffmacht einen Bestandtheil alles Roheisens aus. Von ihmhängt theils die Beschaffenheit des Roheisens, theils dekZustand des Eisens überhaupt, ab.
§. Z6l.
Zwei andere wesentliche Verschiedenheiten des Ei*sens, welche noch bemerkt werden müssen, sind: das kalt-brüchige und rothbrüchige Eisen.
. Die Grundstoffe zu diesen Verschiedenheiten steckenzunächst in den Erzen, und folglich auch im Roheisen-Sie hängen demselben so hartnäckig an, daß es durchkein bequemes Mittel gänzlich davon zu befreien steht.
§- 362.
Kaltbrüchiges Eisen (k^rrum krixi^um wsgile)wird dasjenige gefrischte Eisen genannt, welches sichkalt, weder hämmern, sirecken, noch biegen läßt, hinge-gen beim Noth- und Weißglühen sehr geschmei*big und dehnbar ist. Die übrigen Kennzeichen dessel*den sind diese:
r) Kalt verträgt es weder Schlagen noch Biegen, ^bricht meistens in graben Flachen ab.
s) Der Bruch desselben ist weiß, und hat ein glänzen*des grobes Korn. Je gröber das Korn, desto kalt*