464 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
schweißt werden. Hierdurch wird die eigentliche Luppe kiel»ner; da aber die herausgenommenen Stücke nicht so langtZeit im Feuer bleiben als das völlige Gabrmache» der galt«zcn Masse erfordert, so wird zwar der Abgang vermin»dcrt, und an Ucbccciscn gewonnen, früher auSgcschmie»bete Stücke aber sind zum Theil roh, stahlartig und un»dicht. Das Verfahren ist daher nicht ganz zweckmäßig.
§. 405.
H a l b w a l l 0 n f r, i s ch h ü t r e.
Diese Frischmethode gleicht der teutschen. Man pro»ducirt in dieser Schmisdc vorzüglich ein sehr starkesund gutes Eisen.
Der Hcerd ist 10 Zoll tief, aber etwas eng. DieForm hat wenig Stechen, ist aber ziemlich weit. Manvcrfrischt ein leicht schmelzigcs, buntes, halbirtes Roh"'sen, bei einem mäßig starken Geblase.
> Das Frischen selbst geschieht mit vorzüglichem Fleiße,jeder Eisenbcocken muß vor der Form mehr als einmalkochen. Es wird mehrcrcmal mit Genauigkeit aufgc»krochen und niedergcschmolzen, welches auch wegen derstarken Roheisenguantitat, die man auf einmal einschmelzt,sehr nöthig ist. Das Frischen und Recken geschieht in ei*i,em Hecrde.
§- 406.
L ö sch f ri sch h ü t r e.
Man »erfrischt hifr ein sehr grelles weißes Roh"'sen. Der Hcerd hat außer dem Formstcin weder Bodennoch Seitenplattcn, bildet nur eine runde Vertiefung ob'ne Schlackenloch in bloßen Kohlengcstübbe, welche oft mitWasser begossen und gelöscht wird, wovon die Schmiede
ihren