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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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482
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482 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.

sondern kann nur aus einer gutartigen lcichtflüßi'gen Gattung erhalten werden.

b) Muß das Roheisen mehr gabt als grell, entwederlichtgrau oder körnigt seyn. Es dar/ also nicht strengfiüßig seyn.

c) Darf es beim Abkühlen sich weder aufblähen nocheinkriechcn.

ä) Bei starkem Glühen muß es «inen feinen Schwefel'geruch geben, wenn man es in kaltes Wasser wirft.

e) Darf es durchaus nicht kaltbrüchig, sondern eheretwas rothbrüchig seyn. Ist viel Rothbruch da,so wird der Stahl natürlich auch untauglich.

L) Das Eisen, welches man aus Frischschlacken erhalt,ist zum Stahl sehr nützlich.

§- 420.

Vortheile bei der Schmelzstahlbereitiing.

Vorzüglich ist auf ein passendes Materialeisensehest. Nachdem die Beschaffenheit deS Roheisens undder Kohlen ist, muß der Heerd und die Winddirektio»seyn. Eine Rohstahlhütte muß zwei Schmelzhcccde b»'ben. Ein Gerbstahlschmidt kann bequem so viel 'grabe»,als in zwei Hecrden geschmolzen wird. Ist der Abs»^des Stahls beträchtlich, so lege man den Rohstahlbai»*mer an eine eigene Welle, welche Hcbarmc von Guß^' !sen hat, und mache ihn iiuc 4 bis Zoo Pfund schwer. 3^der Absatz geringer, so kann der Grobstahlhammergleich an die Welle des Rvhstahlhammcrs gelegt werden.

Ferner kann der Heerd selbst, statt aus Gußeisc^platten (da diese leicht zu heiß werden, und man, um