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Dritter Band.
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Mahlzeiten

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ligiöse Ceremonie, wodurch sie öffentlich ihre Ehrfurchtfür Personen zeigen wollten, die ihnen so lieb gewesenwaren, und um sich ihr- Frunde wieder ins Gedächtnißzu bringen.

Man pflegte die Gaste zu paaren, eine Mannsper-son und ein Frauenzimmer, wobei jedes Paar eine ge-meinschaftliche Schüssel und Trinkgeschirr bekam. Beigewöhnlichen Mahlzeiten diente ein gemeinschaftlicher Be-cher für eine ganze Familie. Zu der Zeit da Gallien noch in der Barbarey versunken war, war die Zeit ih-rer Mahlzeiten nicht regelmäßig bestimmt. Nachdem aberdie Römer Gallien erobert hatten, so führten sie auchihre Gebräuche daselbst ein. Die Hauptmahlzeiten wur-den dann des Abends, kurz vor Sonnenuntergange ge-halten, und wenn sie aufstanden, so. wurde gefrüh-stückt. Nach und nach wurde das Mittagsesseneingeführt. Jw XIV. Jahrhundert speiste man um 10,und ein Jahrhundert später um 11 Uhr zll Mittage;ein Gebrauch, der sich noch in den Klöstern und.aufdem Lande erhalten hat. Im XV!. und zu Anfange desXVII. Jahrhunderts, wurde um ic>. Uhr in den bestenHäusern gegessen; selbst Ludwig XIV. hielt beständigum diese Zeit Mittag. Da dies die Eourzeit war, somußten die Hofleute spater essen. Im Ansänge desvorigen Jahrhunderts war Ein Uhr die Mittagsstundeder feinern Welt, und in den gemeinen Bürgerhäusern man um 12 Uhr. Es ist kaum über 50 Jahre, daßzwey Uhr die späteste Mittagszeit in Paris war, jetztist es schon z Uhr, vielleicht noch später. DasAbendessen ist diesen Abstufungen gefolgt; man hatum Z, 6, 7, 8 und y Uhr gegessen; jetzt wird aber sel-ten vor io Uhr zu Tische gegangen. Große Mahl-zeiten wurden oft durch Zeitvertreib und Schauspiele