Marionetten
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bilde wurden aber erst 1504 geprägt. Sie schlugen auchhalbe Mariengroschen, und setzten das Bild ihres zwei-ten Skadtpatrons. des heil. Matthias, darauf, dieman deswegen Matthiasgroschen, Matthiser,Matthier nannte. — Jacobson techn. Wörterb.VI. 516. — Krünit; I.XXXIV. 389.
Marionetten. Sind uralt. Die Griechen hatten sieschon, und von diesen kamen sie zu den Römern. Siehießen nsurosxata, und wurden vornemlich in Schau-spielen gebraucht. Aristoteles , Xenophon , Hora;u. a. erwähnen ihrer. Die Atheniensec räumten sogardem Neurospaten Pothinus zu seinen Possen einThea,tec ein, woraus die Stücke des Aeschylus und Eu«ripideS gespielt wurden. — In der Mitte des XVII.Jahrhunderts waren die Marionettenspiele des Franxoisund Jean Brioch^ in Frankreich sehr berühmt. Auchdie Italiener haben Marionertcnspieler, welche bei ihnenBurattini heißen. — In England hat man sogardie Auferstehungsgeschichte in frühern Zeiten mit Puppenvorgestellt. — Zu Anfangt des XVIII. waren die Ma.rionettenspiele des Ruffel berühmt. — Das Wort Ma.rio nette wird von Marions, Mario, ein Narr, abge»leitet. Beckm. Erf. IV. 96. — Sulz er I. §17»S 34 - 565 - 571 - Franz Leitf. z. Gesch. d. Erfindung.141- Krünitz I.XXXIV. 446.
Mark, cöllnische, s. Münzgewicht. — Vergl. Krü-nitz I-XXXIV. 455. ff.
Markasik. Unter diesem Namen kannte schon BasiliusBalentinus im XV. Jahrh, den WiSmuth , Gme»lin Gesch. d. Chemie. I. 141.
Markbriefe; schriftliche Urkunden, durch welche Pri-vatpersonen von ihren Souverains die Erlaubniß «rhiel.ten, Kaperschiffe auszurüsten, entstanden im XIII. und