Band 
Dritter Band.
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Maskerade

dem arabischen Narcara, ein Spiel, von andern vondem schon im longobardischen Gesetze befindlichen Glases,«ine Hexe, Fee, hergeleitet, weil man zu den Mas.keu anfangs scheußliche Gestalten gewählt hat, wie zumTheil noch geschiehet. Eigentlich sind die Masken eineErfindung der Griechen, von denen sie die Römer an.nahmen. Sie hatten gewöhnlich einen ungeheuren Ra-chen, und waren dazu eingerichtet, um der Stimmedie gehörige Stärke, und einen durchdringenden Schallzu verschaffen. Daher die lateinische Benennung xsrao-na, von xorsonars, durchtönen, durchschallen.Im Trauerspiele ward die Larve oder Maske gleich beider Entstehung Mode. Wer fie in das Lustspiel ein-führte, ist unbekannt. Ärünitz. I.XXXV. 248. Sulzer III. 295. Funke neues Realschullex.IV. 262.

Maskerade. Bestehen entweder in Maskenbällen, Bal-lcten, Schlittenfahrten, oder ähnlichen Lustbarkeiten,wobei ein Incogniro mehrerer Personen gegen einanderbeobachtet werden soll. Solche Mummereyen waren inden vorigen Jahrhunderten noch häufiger Mode, als inneuern Zeiten, und das besonders in Italien . Amenglischen Hofe sahe man vorzüglich unter der RegierungHeinrichs VIII. (iZro bis 1Z46) viele Masken undMummereyen. Die eigentlichen Maskenbällewerden für eine Erfindung der Catharina von Me-dicis gehalten, die rzzz mit dem Könige von Frank-reich Heinrich II. vermählt war, und 1589 starb.Krünitz. I.XXXV. 253.

Masora. Vermuthlich erst zur Zeit des um die GeburtChristi lebenden Rabbi Hillel , fing man an, überdir Bibel im eigentlichsten Verstände zu kritisiren. Manschrieb dir gemachten Kritiken aus, machte sie bekannt,