Mikroskop
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desto kleinere Gegenstände dadurch beobachten zu können,bis endlich Hartsoeker und Hook den Gebrauch derkleinsten Glaskügelchen lehrten. Die zusammengesetz-ten Mikroskope anbetreffend, so schreibt Boret 1655deren Erfindung dem Zacharias Jansen in Middel-burg und dessen Sohne gemeinschaftlich zu, und versi-chert, daß er ein solches, von diesem verfertigtes Mi-kroskop 1619 bei Cornelius Drebbel in England ge-sehen. Doch hat man dem Zausen die Ehre dieserErfindung nicht durchgängig zugestanden. Nach Huy -grns ist das Mikroskop 1618 noch nicht bekannt gewe-sen, doch habe man 1621 dergleichen bei Drebbelngesehen, und dieser werde für den Erfinder gehalten.Diese Aeußerung des HuygenS hat veranlasset, daßfast die meisten Schriftsteller die Erfindung des Mikro-skops dem Drebbel zueignen, und in die Jahre 1Ü18— 162» setzen. Endlich hat sich auch noch der Neapo-litaner Franz Fontana 1646 als den Erfinder desMikroskops angegeben» Seine Zeugnisse sind aber nichtAlter, als von 1625. Montu cla ist geneigt, ihm die Er-findung des Mikroskops mit 2 Convexgläsern zuzueignen,weil nach seiner Vermuthung das Drebbelsche ein hohlesAugenglas gehabt haben soll. Leeuwenhoek, der sichdurch mikroskopische Entdeckungen so ausnehmend hervor-gethan hak, bediente sich bei seinen unzählbaren undmühsamen Untersuchungen nie anderer, als einfacher,zwischen 2 silberne, in der Mitte durchbohrte Platten,eingelegter Linsengläser, die höchstens 160 Mal vergrö-ßerten. Hartsoeker kam ums Jahr ib68 auf denGedanken, zum einfachen Mikroskop kleine, an der Lam-pe geschmolzene Glaskügelchen zu gebrauchen. Schon1665 schlug D. Hook kleine Glaskugeln zu diesem Ge-brauche vor, ob er gleich auf das Schmelzen derselben