Monat
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bietet der Mondlauf von selbst dar» und eS hat wohljedes unastronomische Volk anfangs keine andere alsMondmonate gehabt. Bei den Hebräern waren siewechstlsweise von 29 und 30 Tagen. Die Monateselbst, und auch die Monatstage hatten ursprünglichnoch keine eigne Namen, sondern wurden bloß durchZahlen unterschieden. Erst Moses führte den einzigen(egyptischen) Monatsnamen Abib, oder Aehrenmonat,ein. Die Egypter, Babylonier, Syrer, Perser undGriechen, hatten, so weit man in der Geschichte zu-rückdenken kann, Monate von 30 Tagen: zu lang fürden Mond- und zu kurz für den Sonnenlauf. Die al-len Lateiner hatten gar keine eigentliche Monatabthei.lung. Bei den Römern, unter Romulus, waren 6Monate von Zy Tagen, 4 von 31, und von den snamenlosen Schaltmonaten der eine von 3z, der anderevon Lz Tagen. Hingegen seit Numa bis Cäsar wa-ren 7 Monate von 29 Tagen, 4 von 31 und i von28 Tagen; und noch überdies, um das von Numa«ingesührte Mondjahr dem Sonnenläufe gleich zu machen,ein Schaltmonat abwechselnd von 22 und 2z Tagen.Die Egypter, Babylonier, Syrer, Perser, Griechenund Römer, gaben jedem Monat einen eignen Namen,ursprünglich nach den Namen der 12 Zeichen des Thier-kreises, die zugleich, wenigsten- bei den Egyptern undBabylonier», Götternamen waren. Bei den Hebräernallein, sowohl vor, als seit Mvse, hatten die Monatekeine Namen, der damit verbundenen Abgötterey wegen,sondern wurden nur gezählt, den einzigen vorher ange-führten Abib ausgenommen, welchen Moses zum Füh-rer der ganzen Jahr- und Zeitrechnung (wie die Egypterihren Thot) gemacht hat. Unter der Regierung der Kö-nige bekamen» außer dem Abib, auch noch der ste, 7te