Band 
Dritter Band.
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Monaulos

und 8te Monat eigne Namen; alle übrige Monatsna.mcn haben die Hebräer erst im babylonischen Elend, vonden Chaldäern angenommen. Satterer. I. 271.Goguet. I. 2zz. III. 100. Krünitz. X6III. iZr.Gehler. III. 268. Fischer. III. 640. Funkeneue« Realschullex III. 6z8.

Monaulos s. Flöte, die einfache.

Mond. Die Astronomen haben für den Mond «ine eigne

§ Wissenschaft, die Selenographie, errichtet. Der erste, >der eine solche Selenographie herausgab» warHevel >1654. Schon vor mehr als anderthalb hundert Iah- ^ren hat man nicht allein das Bild des Mondes, wiees durch Ferngläser erscheint, abgezeichnet, sondern auch ^eine Menge seiner Flecken mit Namen belegt, um sie von !einander unterscheiden zu können. Kleinere Abbild»»- !gen der Mondscheibe hat Rost 172z gegeben, und Bo« ^de nachher vollständiger geliefert. Die ÄhnlichkeitdeS Mondes mit der Erde haben schon unter den altenWeltweisen Anaxagoras (geb. ohngesähr 500, gest.428 I. vor Ehr. Geb.) und Lenophanes, der umeben diese Zeit lebte, erkannt. Plutarch hat ihreMeinungen in einer eignen Schrift gesammelt. Ihmnach sollen die Pythagoraer den Mond für bewohnt, und !mit Pflanzen und Thieren besetzt, gehalten haben. Fa-bricius und Hevel haben mehrere solche Meinungender Alten angeführt, und letzterer legt den Bewohnerndes Mondes den Namen der Seleniten hei. Un-ter den Neuern haben die Ähnlichkeit des Mondes mit §der Erde, und die Wahrscheinlichkeit seiner Bevölkerung !mit denkenden und empfindenden Wesen, vornemlichHuygens i6y8 und Fontenelle 1636 behauptet.Daß aber diese Ähnlichkeit so weit gehe, wie WibkinS1640 u, a. sich vorgestellt haben, ist nicht wahrscheinlich,