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Dritter Band.
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Musik

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Mit» noch als musikalischer Schriftsteller aufgeführt wer-den muß» ist MagnuS Aürelius Cassiodoru«,der zwischen 470 und 56z gelebt haben mag. (ForkelGesch. d. Mus. I. 480 504) Ueber die eigentlicheBeschaffenheit der griechischen, so wie überhaupt derältern Musik, sind keine befriedigende Nachrichten vor-handen.

Zm XI. Jahrhundert erfand, wie man durchgehend«dafür hält, ein Benediktiner - Mönch, Guido vonArezzo , das Liniensystem, um die Töne, dievorher blos durch Buchstaben, die man über die Syl-ben sehte, angedeutet wurden, durch die verschiedeneLage aus demselben, nach ihrer Höhe und Tiefe zu be-zeichnen. Aus dieser Erfindung entstand nachher diejetzt übliche Art, die Töne in Noten zu schreiben. ImXIV. Jahrhundert soll die Act, ein Tonstück durch No-ten zu bezeichnen, durch einen französischen Docrvr d.f. K-, Jean de Meurs, oder de Muris, nochmehr vervollkommnet seyn, wenigstens schreibt man ihmdie Erfindung der verschiedenen Formen der Noten, wo-durch die Dauer der Tone angezeigt wird, zu. Dochwird dies von andern bezweifelt, und es scheint, daßdie Erfindung der Noten, und dessen, was sonst zumSchreiben der Tonstücke gehört, erst im XVII. Jahrh,seine Vollkommenheit erreicht hat.

Es scheint, daß man bis ins XVI. Jahrhundertdie diatonische Tonleiter der Allen, in Absicht aufdas Harmonische darin, ohne andere Veränderung, alSden weitern Umfang in der Höhe und Tiefe, beibehaltenhabe, und in Absicht aus die Modulation ist man le-diglich bei den Tonarten der Alten, bis auf dieselbe Zeitstehen geblieben. Erst in dem erwähnten Jahrhundertescheint der Gebrauch der neuern halben Töne allmäh-