Antiquitäten
55
(geb. uni 429. gest. um 348 vor Ebr. G.) bat dasWort zuerst gebraucht. — Meustl Leitf. zur Gesch.d. Gelehrs. I. 241. ^
Airt i qu itälrn s. Alterthumswissenschaft.
Anwürfe, Druckwerk. Stoßwerk, Prägswerk.Große eiserne Pressen, worunter Münzen und Medaillengeprägt werden, sind wahrscheinlich eine deutsche Erfin-dung; denn zu Salzburg waren dergleichen schon vor1575- — Möhsen Bcschr. einer Berlin . Medaillen-samml. I. 29b. Beckm. Technol. 698.
Anziehung s. Attraction.
Aorta. Der erste, der der großen Pulsader den NamenAorta gegeben hat, war Hippocrates. — Spren-gel Gesch. d. Arzneyk. I. Z01.
Apotheken. Die griechischen und römischen Aerzte richte-ten die Arzneyen, durch welche sie ihren Kranken helfenwollten, selbst zu. Von Zeit zu Zeit sielen Leute dar-auf, aus der Einsammlung und dem Verkauf der Kräu-ter, ein besonderes Gewerbe zu machen, auch nicht ein-heimische aus entfernten Gegenden kommen zu lassen.Diese Materialien hatten einen mannigfaltigen Gebrauch,und wurden daher von mehrern, als von den Aerzten al.lein. verlangt. Den Aerzten selbst aber mußte es bequemseyn, diese Materialien, welche sie haben mußten, allen-sals von diesen Krämern nehmen zu können. Diese Krä-mer hatten mehr Aehnlichkeit mit unsren Gewürzhänd-lern, Materialisten und Quacksalbern, als mit unsrenApothekern, deren Name viel früher, als ihr jetzigesGewerbe, vorkommt; denn t^otirsca. bedeutete jede ArtVorrathsbehältniß, Magazin, oder Waarenlager, und^potsiscarius hieß derjenige, der entweder Eigenthümeroder Vorsteher eines solchen Magazins war. Unsre Apo-theken unterscheiden sich eigentlich dadurch, daß sie vor-