Barden 89
technol. Wörterb. V. 156. Kl. Chronik Nürnbergs 42. ,
Barden. Waren die ältesten Dichter und Sänger derDeutschen und Gallier, deren schon Diodor vonSicilien gedenkt. Sie sollen ihren Namen von demersten deutschen Dichter, Bardus , haben, dessen Alterman sogar in die Zeiten Abrahams setzt. Dir Bar-den und Druiden entschieden sich dadurch von einan-der, daß die erstecn die Sänger, die lehtern die Prie-ster der Nation waren. Die Barden gehören zwarhauptsächlich den Galliern; aber auch die Deutschen haben Barden gehabt. Ihre Lieder, durch deren Ab-stngung sie den Muth anfeuern wollten, hießen Bar-dit; höchst wahrscheinlich mußte also auch ein Sängerbei ihnen Barde heißen. Auch aus den verschiedenenOrtS. und Geschlechtsnamen, die in Deutschland vorkom»wen: Bardeleben, Bardewitz, Bardenburg,Bardewick, u. dgl. Bardo, v. Bardenfleth, von Bar»thenstein, u. a. m. läßt sich entnehmen, daß dieDeutschen Barden gehabt haben. Bei ihnen warBardus I. der fünfte König der alten Gallier, der um2140 lebte f schon ein großer Liebhaber der Musik undDichtkunst. Bon ihm sollen auch die Barden den Na-men haben» welche bei den Deutschen die ersten Lehrerder Musik waren. — Als Carl der Große die christ-liche Religion einführte, schaffte er die Barden nicht ab;er befahl nur, daß sie nicht mehr das Lob der Götzen,sondern der Helden besingen sollten, und ließ im V 1 U.Jahrh, die ältesten Gesänge der Deutschen , oder dieBardenlirder aufschreiben, und sammeln, damit sienicht verlohrcn gehen mögten. — Die ersten Dichter derGallier waren Barden. Da die Römer Gallien un-terjocht hatten, kamen statt der gallischen, die lateini-