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Baumöl
Engländer Forsyth erfunden. Allgem. deutsche Bibl.IN. 2. S 364.
Baumwolle. Die Baumwolle wird aus den Saamen-kapseln mehrerer Pflanzen, Baume und Stauden gewon-nen. Die Baumwollenstaude (Oossz-pium kerbo-ceum), welche die gemeine, in allen Kramläden vor-kommende Baumwolle, liefert, ist ursprünglich in Ara-bien und Pecsien zu Hause, wird aber auch j-tzt häufigauf den Inseln deS Archipelagus in Ost- und Westin-dien, und selbst in Europa, in Italien und Spanien gezogen. Der Baum wollend« um (Ooss^piuin sr-korsum I-inn.) ist ursprünglich in Ostindien zu Hause,kommt aber auch in Egypten vor. Es giebt noch meh-rere Arten, die theils in Amerika , theils in Ostindien, rc.ihr Baterlan^ haben. Die Baumwolle soll zuerst durchdie Phönicier und Carthaginenser nach Europa gekommenseyn, welche sie zuerst nach Spanien brachten, und beiSätabis oder Xariva andaueren. Zm X. Jahrhundertewurde die Baumwolle schon in Deutschland gespon-nen. Man eihielt sie aus Italien . Im XIV. Jahrh,singen die Baumwollen-Manufakturen schon in Zürich an, wo man Bombasin und Barchent verfertigte. Diesogenannten baumwollenen Schleyer sind schon imXVI. Jahrh, zu Plauen im Voigtlande verfertigt. Diedaselbst befindliche Baumwollen- uud Kattun-Manufak-tur ist eine der ältesten in Kuhrsachsen. Im Jahr 1650wurden daselbst baumwollene Flore verfertigt, u. s. w.Im Jahr 1735 wurden daselbst ordentliche Weber vonProfession angestellt, denn bis dahin war alles durchWeiberbande, oder nicht zunstmaßige Personen, betrieben.Die Kattundruckercy zu Plauen wurde 1750 von einemgewissen Neumeister gegründet. — Breitkopf Vers.