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Erster Band.
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Bildhauerkunst

berühmteste Bildhauer Griechenlands wurde. Bei denRömern wurde diese Kunst anfänglich durch die Helru.rier getrieben. Als die Römer sich zu Herren von Grie­ chenland gemacht halte», begaben sich viele griechischeKünstler nach Rom , woraus die griechische Schule inRom entstand; und es wurden daselbst viele große, undcoloßalische Bildsäulen gegossen. Im mittlern Zeit.alter gerielh diese Kunst in Verfall. Lorenzo Ghiberlivon Florenz , der im I. 1455 in einem Alter von 77Jahren starb, brachte sie wieder empor. Diesen, undden Bildhauer Donars, oder Jl Donatello, (geb.zu Florenz 1383. gest. 14.66.) hat Italien das Wieder-aufleben deS gurrn Geschmacks in der Biidgießerkunst zuverdanken. In Frankreich goß Franz Girardo»(geb. zu Troyes 1627, oder 163». gest. 1715) unter denFranzosen das erste Werk. Es war die Ritterstatu« Lud-wigs XlV. In Portugall haben Joachim Ma-chado de Castro, und Bartolomo de Costa 1774die Ritlerstatue K. Josephs II. mit einem Gusse jilzu Stande gebracht. In Spanien haben Pet. Zar.Tacca, und Pompes Lioni, welcher letztere rboö-starb, mehrere Statuen gegossen. In Nürnberg hat«s schon im XV. und folgenden Jahrh, geschickte Gieß»gegeben; und in Rußland hat Stephan Falconet1775 die bewundernswürdige Rilterstatue PeterS I. i»Riesengröße gegossen, welche 1782 in Petersburg aufge-stellt wurde. Busch Handb. d. Ers. II. 1. S. M> Vollbeding Archiv. 64. Suppt. 13.

Bildhauerkunst. Deren Ursprung und Gebrauch falltwohl in die ältesten Zeiten. Die Verehrung der Götzenist vom hohen Alterthum. Sie war in Asien undEgppten, von Abrahams und Jacobs Zecken her, aus-gebreitet, und der Götzendienst hat gewiß viel M