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Buchdruckerkunst
die vorhergehend« Epoche der Stadt Straßburg , unddem Gu'ttenberg allein beizulegen ist. Beide warenan den Orten, wo sie ihre Künste erfanden, Auslän-der. Das erste Buch, was mit beweglichen, gegossenenLettern in der Faustischen Druckerey gedruckt worden,ist von 1459. Zu Guttenbergs Nachfolgern, die nichtohne Verdienste um die Buchdruckerkunst sind, gehört vor-züglich Johann Mentel zu Straßburg , dessen 1447zuerst gedacht wird, der 1478 daselbst starb. Ganzohne Grund hat man ihn für den Erfinder der Kunstausgeben wollen. Die Sache ist also überhaupt diese:Guttenberg hat dir Kunst angefangen; Faust Hotsie fortgesetzt, und Schöffe? hat sie zur Vollkommen-heit gebracht. Lckosxklin. vinäic. ür-
Zent. 1780. 4. Reimmann Iiist. lit. III. 204. ff.Meusel Leits. II. 67z. Augsburg hat schon 20Jahre nach der Erfindung der Kunst eigne Buchdruck»gehabt. Hans Bemler war der erste. Ob er aberdasejbst 1466 die lateinische Bibel gedruckt habe, wirdnoch bezweifelt, v. Stetten. Augsb. Zo. — Noch vorZo Jahren war die einzige arabische Druckerey. welcheim ganzen türkischen Reiche zu Stande gekommen ist,diejenige, welche von Abdallah gestiftet war, und sichim Kloster Mae-Hanna, im Gebiete von Saida» be-fand. Deckn,. Bibl. XV. 58. Im XV. Jahrhundertewurden zuerst in Italien hebräische Druckereven ange-legt, folglich die ersten hebräischen Bücherge-druckt. Das allererste zu Ferrara 1476. Meusel Leit-faden II. 691. In Böhmen hat man lange Zeit nurhalbe Bogen gesetzt und abgedruckt. Dies geschah sogarnoch bei der 1506 in Folio gedruckt» Bibel, daher dasEinbinden der Folianten sehr mühsam war. Abhandl.d. böhm, Gesellsch. (v. Born) V. 228. Beckm.