Dioptrik
287
zu Fernrohren w. i6n die ersten festen Gründe die.ser Wissenschaft, welche seitdem den Namen der Di-optrik, den er ihr beilegte, behalten hat. Um ebendiese Zeit, oder bald hernach, ward das wahre Ge-setz der Strahlenbrechung von Willebrord Snellius zu Leyden entdeckt, und zuerst von Des-cartes 1637 öffentlich bekannt gemacht. Aus diesemGesetze konnte nun alle«, was sich von der Brechungdes Lichts sagen laßt, mit Hülse der Geometrie undAnalyüs entwickelt werden. Uebrigens beschäftigten sichdie Optiker des XVII. Jahrhunderts unermüdet mit Ver-besserung der dioptrischen Werkzeuge, und mit neuenErfindungen und Zusammensetzungen, (s. Brennglas,Fernrohr, Mikroscop.) Die nächste Epoche in der Ge-schichte der Dioptrik machen seit 1666 Newtonsgrcße Entdeckungen über die Zerstreuung des Lichts inFarben, welche bei jeder Brechung statt findet. Durchdiese gelang es ihm, über den Ursprung der Farben inPrisma (s. dieses) sowohl, als andern natürlichen Kör-pern etwas Befriedigenderes als bisher zu lehren, unddie Erfindungen des Regenbogens, und die Ursach eineMenge anderer Phänomen, herzuleiten. Unter die wich-tigsten Erweiterungen» welche die Dioptrik im vorigenJahrhundert erhalten hat, gehört Dollonds Erfindungder achromatischen Fernröhre (s. diese). — Käst-ner ist der erste, der 1755 eine vollständige Anwendungder allgemeinen Arithmetik aus die optischen Wissenschaf-ten geliefert hat, und Euler hat (1769 — 1771)über alles, was die Dioptrik, und vorzüglich dieVollkommenheit der Fernröhrr angeht, mühsame Berech-nungen gemacht. Gehler I 584. Pristley Gesch.und gkgenwärt. Zustand der Optik, übers. von Klügel.