^66 Faules Fleisch
Faule« Fleisch» leuchtet im Finstern, s. leuchtendeKörper.
Fayanoe s. Fasan«.
Fechtkunst. In so fern die Fechkkunst als eine Dorü»bung zum Kriege angesehen wird, so muß sie von ho-hem Alter seyn. Ueber ihren Ursprung, zumal in Hin-sicht der jetzigen Art des Fechtens läßt sich indessen nichtsmit Gewißheit sagen. — Bei den Lacedewoniernhat es niemals Fechtmeister gegeben, und bei den Athe-niensern wurde diese Kunst nicht eher, als im achtenJahre des peloponesischen Krieges eingeführt. — DieGladiatoren der Römer, und die I^uäi Zlsäistorübei denselben sind bekannt. Bei ihren Uebungen fochtendieselben mit hölzernen Schwecdtern; eben so, wie manbei uns das Fechten mit Rappieren anfangt. — Znneuern Zeilen ist die Fechtkunst an die Stelle der ritter-lichen Uebungen des Mittelalters getreten, und baldwissenschaftlich bearbeitet. Die Franzosen wurden zu-erst Meister darin; ihnen folgten die Italiener undSpanier. Die' Deutschen fanden weniger Geschmackdaran, wie denn auch die Fechtkunst in Deutschland einausschließendes Vorrecht der Ossiciere und des Adels ge-blieben ist, und sich bei denselben bis auf unsere Zeitenerhalten hat. — Von der Entstehung der heutigen Artzu fechten, hat man folgende Vermuthung: Alte Rit.ter, die den geistlichen Stand ergriffen, übten sichauch noch als Mönche im Fechten, und legten dadurchden Grund zu den heutigen Fechkregcln, sowohl aus denStoß» als auf den Hieb. Sie demonstrirten Stoß undHieb, aus dem Durchmesser des CirkelS. Die Artder Fechtkunst, dir man das C am in irrn nennt, hatGirard Thibauld erfunden, und diese Kunst 1628bekannt gemacht. A. Fr. Kahn (geb. 2715, gest. al«