Band 
Erster Band.
Seite
388
JPEG-Download
 

388

Filtrirfontaimn

Dergleichen sind auch noch in Paris aus dem VII., undin Hanover aus dem XI. oder XII. Jahrhundert vorhan-den. Noch jetzt verfertigen die Türken, Armenier undJndier Meisterstücke von dieser Act. Jetzt wird dieKunst in Europa noch wenig geachtet, also auch weniggetrieben. Augsburg hat noch eine große Künstlerin indieser Arbeit gehabt, Marie Euphrosine Reinhard,welche 177g gestorben ist. Beckm. Erfind. III. 87.

Filtrirfontainen, welche das, durch faule und stin,kende Gegenstände verunreinigte Wasser, in wenig Minu-ten trinkbar und angenehm machen, haben Smith,Euchet, und Montfort in Paris angegeben. —Journ. für Fabr. 1801. S. 30g..

Filtrirmaschine, durch die das faulste und stinkendsteWasser so geläutert wird, daß es getrunken werden kann,hat Grant in London erfunden. — Intel!. Bl. d.allg. Lit. Zeit. Jen. »802. N. 121. — vergl.Busch Handb. d. Ecf. IV. 2. 293. ff.

Filz. Das Verfahren, die Haare oder Wolle der Thierezum Filzen geschickt zu^ machen, und zu dem Ende dieFelle vorher mit einer Säure zu beitzen, ist schon demPlinius bekannt gewesen. (H. R. 8. 48.)

Findelhäuser. Es scheint, daß die Städte Athen undRom früh öffentliche Kinderhäuser, oder Findelhäuser,worin Kinder auf Kosten des Staats erzogen wordensind, gehabt haben. Wenigstens ist gar kein Zweifel,daß in Rom im VI. Jahrhunderte dergleichen gewesensind. Die älteste Findelanstalt in Deutschland , welchesich bis jetzt angeben läßt, ist die zu Trier , im VIII.oder VII., oder wohl gar schon im VI. Jahrhunderte.Im VII. Jahrhunderte waren ähnliche Einrichtungen inFrankreich zu Anjou, oder Angers . Im Jahr 7S7ist eins zu Mayland von einem Erzpriester, NarnenS