Band 
Erster Band.
Seite
389
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Fingerrneisel

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DatheuS auf seine Kosten gestiftet. Im Jahren6g bewirkte der heilige Galdinus, Cardinal undErzbischof zu Mayland, daß daselbst das HoSpital sichVerpflichtete, nicht nur Kranke, sondern auch in derStadt ausgesetzte und gefundene Kinder aufzunehmen,«nd mit Nahrung und Kleidung zu versorgen. ImJahre 1070 stiftete Olivier de la Trau zu Mont,pellier den heiligen Geist-Orden, dessen Mitgliedersich zur Versorgung der Armen, und zur Verpflegungund Auferziehung der Findling« und Waisen, sehr frühverpflichteten; und zu Montpellier und Rom dergleichenAnstalten errichteten. Die Stadt Einbech hat einesolche Anstalt bereits vor dem Jahre 1274 ein Hospitalzum heiligen Geiste gehabt. Kunrad Kunz, ein rei-cher Bürger zu Nürnberg , hat daselbst rzzr dasSpital zum heiligen Geist gestiftet. Der Bau wardIZ33 angefangen, und 1341 vollendet. Auch in dieseswerden arme, schwangere Weiber aufgenommen, und dieim Hospital gebornen, oder auch darin aufgenommenenKinder, erzogen. Das prächtige FindelhauS in Florenz soll 1316 von einem Namens Pollini, gestiftet seyn.Das (koxital äu 8. esxrit) zu Paris soll 1362 ange-legt seyn. Paris hat inzwischen von Zeit zu Zeit meh-rere Findelanstalten erhalten. In Venedig hat einFranziskaner, Namens Petrutcio» 1380 eine Finde'»anstatt gestiftet. In England ward daS jetzige Hospitalfür Findlinge schon 1Ü87 vorgeschlagen, aber erst 1739vom Könige bestätigt u. s. w. In unsern Zeiten hatman die meisten Findelhäuser wieder eingehen lassen»weil die gute Absicht dabei nicht erreicht wurde. Deck-mann Ers. V. 356.

Fingerrneisel, und Zahnmeisel, ein chirurgische«Instrument, hat ein Arzt, Namens Johann Don»