Band 
Zweiter Band.
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Gesellschaften, gelehrte

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In dem letzter« haben sie sich, zumal in Europa , sehrvermehrt, und da freilich in einem Lande stärker, alsin dem andern. Meusel macht die Bemerkung, daßsehr viele von ihnen unstreilig zur Erweiterung der Wis-senschaften und zur Sprachenverbksserung durch gründlicheund tiefsinnige Untersuchungen, Entdeckungen und Erfin-dungen ihrer Mitglieder viel beygetragen haben, diemeisten aber mehr aus Nachahmungs- oder Modesuchterrichtet wären, ohne wesentlichen Nutzen für die Kul-tur der Gelehrsamkeit. Ich will mehrere der bekannte-sten, oder berühmtesten hier anführen, .verweise übri-gens auf die am Schlüsse dieses Abschnitts angeführtenSchriften» auS welchen dies Veizeichniß entlehnt wor-den, wo man die übrigen eine ganz unglaublicheAnzahl verzeichnet finden wird.

Zu Bologna errichtete 1712 der Graf LudwigFerd. von Marsigli ein Institut der Wissenschaf-ten.

Zu Turin bildete der Graf von Salucis mitHerrn Cigna und de la Gränze eine Gesellschaft,welch« Naturwissenschaften zum Gegenstände hatte, undihre Bemerkungen 1758 meist in lateinischer Spracheherauszugeben anfing. Im Jahr 178z wurde dieseGesellschaft zu einer Akademie der Wissenschaften erho-ben.

Die Societa italiana zu Verona stiftete der Che-valier Lorgna, der am Listen Junii 1796 zu Verona starb.

Die Akademie der spanischen Sprache wurde zuMadrit 1714 errichtet; der Geschichte ebendas.1738; der Wissenschaften 1792.

In Portugal wurde vom K. Johann V. zuLissabon die Akademie der Geschichte 1720 gestiftet;