Band 
Zweiter Band.
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-^abel. Der Gebrauch derselben bei Tafeln ist nochnickt volle zoo Jahre alt. Die Speisen wurden ehemalsganz klein zerschnitten, und den Gästen vorgelegt, undvon dielen mit Läffeln c^rr mit den Fingern zum Mun-de gebracht. Die Chineser, welche auch keine Ga.beln brauchen, haben doch kleine Gnffrl von Essenbein,welche nicht selten sehr fein ausarbeitet, und mit Goldund Silber ausgelegt sind. Diese werden jedem Gastevorgelegt, mit denen daS klein zerschnittene Fleisch auSder Brühe hervorgeholt wird. Aber auch nicht einmaldieses Hülfsmittel kannte man vor ein Paar Jahrhun-derten in Europa . Ueberall bediente sich jeder, wie nochjetzt die Türken, der Finger. Nach Beckmann ist derGebrauch der Gabeln zwar in Italien , aber erst inder letzten Hallte des XV. Jahrhunderts bekannt, aberdamals noch nicht sehr allgemein geworden. Am Endedes XVi. Jahrhunderts waren in Frankreich , sogarbei Hofe. die Gabeln noch ganz neu, und in demsel-ben Jahrhundert waren sie auch in Schweden noch nicht