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Glocke
«bauet hat. Italien ist ohne Zweifel das Vaterlandder Glocken, so wie das Morgenland das der Sckel»len und kleinen Handglbcken. Auch hat man von jeher die Gegend Eampanien, und in derselben diejetzt fast wüste Stadt Nola, für den Ersindungsort dergrößern Glocken gehalten, welches auch reiche zu b-zwei.sein ist; um so weniger, da das campaniscbe Er; vonbesonderer Güte, und die daraus verfertigten Geschirresehr berühmt waren. Anfangs versuchte man es, grö-ßere Schellen rc. daselbst zu verfertigen; und als derVersuch gelang, machte man die Glocken immer größer,und von allerley Gattung. Die campanischen Oefenund Glockengießereyen wurden bald so bekannt, daß No-la ein Jahrmarkt von Glocken ward, und daß die Glo-cken, welche man an andern Orten gebrauchte, vonNola verschrieben und abgeholet wurden. Von derStadt Nola in Eampanien, als dem Orte ihrer Erfin-dung, haben daher die Glocken den Namen Nolu undOainpanu erhalten; aber nicht sowohl von dem nolani-schen Bischöfe Paullinus, als vielmehr von dem no«lanischen Erze, von den nolanischcn Verarbeitungen undLieferungen, weil die größer» Glocken daselbst zuerst ge-gossen worden, und häufig und wohlfeil zu haben gewe-sen sind. — Bei der Frage: Wenn eher die Kirchen-glocken aufgekommen find e muß man zuförderst dieoccidentalische und orientalische Kirche unterschei-den: die orientalische Kirche bekam die Glocken erstim IX. Jahrhunderte von den Lateinern, und zwar vonden Venetianertt. Bei der abendländischen Kirchesind die Klostcrglocken älter als die Thürmg locken.Der Gebrauch der Glocken zum Gottesdienste sing sichim VI. Jahrh, zuerst in einigen Klöstern an, wo man,anstatt des sonst gewöhnlichen Blasend, das Zeichen