Glocke
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durch- Läuten gab. Diese Klosterglocken hingen anfangsnicht in Thürmen, sondern waren nur auf den Dächernder Kirchen, auf ein darauf erhöhekes Gestell aufgehan-gen, welches auch füglich anging, da die Glocken, wel-che man um diese Zeit hakte, noch nicht sehr groß undschwer waren. Nach und nach wurden die Glocken auchbei andern Kirchen üblich, und zwar zuerst bei solchenGemeinden, die aus Personen bestanden, die etwasvon der Kirche entfernt wohnten; Gegen daS Ende desVI. Jahrhunderts scheinen doch auch bei ansehnlichenStadtgemeinden schon Glocken gewesen zu seyn, undbald darauf hat man einen Staat damit zu machen ge-sucht, daß die vornehmsten Kirchspiele auch die größtenGlocken haben mußten. — In der Mitte des VII.Jahrhunderts ist das Daseyn der Kirchenglocken un-bezweifelt. — Am Ende des XIII. und zu Ansang desXIV. Jahrhunderts war der Gebrauch der Glocken nichtauf Italien eingeschränkt, denn es gab schon um ebendrese Zeit einen Künstler in England, der das bekannteGlvck.Haus bei Westminsterhall, mit einer Glocke,die man in den Gerichtshöfen hören konnte, versehen hat,wozu die, im röten Jahre Edwards I. oder im Jahre1288, einem Richter in der Königsbank zuerkannte Geld-strafe verwendet ward. Die Glocke zu St. Maria inOxford , ward 152z von den Strafgeldern der Studentenangeschaft. Im Jahr 1292 wurde eine neue Glockebei der Kirche zu Canterbury angebracht. Zu Montpelier ward ums Jahr 241z eine Glocke gemacht. (BeckmannErf. I. Zv2.) ,Füc die größte Glocke in Deutsch land ist immer die auf dem St. Stephansthurme zuWien gehalten, die, mit allen daran befindlichen Eisen-werke, 514 Centner wagt. Kaiser Joseph ll. hat sie1711 aus den 168z von den Türken eroberten Kanone»,