Band 
Zweiter Band.
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Glocke

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Hießen lassen. Hierauf folgt die zu Berlin auf derkänigl. Schloß-Oberpfarr- und Domkirche, welche die >berühmte Erfurter am Gewicht noch übcrlrift. Die gro-ße Glocke zu Erfurt bei der Marien- und Domkirche ist 1497 gegossen, nachdem in dem großen Brande von1472 die Susanne, welche noch großer gewesen, ge-schmolzen worden. Ihr Gewicht ist 276 Centner. Diegroße Glocke an der Kirche St. Elisabeth zu Breslau ist iZvg gegossen, und wägt 224 Centner. Eine an-dere Glocke an der Oomkirche zu St, Johannes daselbstist »721 gegossen, und uz Centner schwer. AußerDeutschland giebt es edenfals Glocken, die wegen ihrerausnehmenden Größe sehr berühmt sind. Die Glocke aufdem Thurme Ivan Mrlicoi (der große Johann) zuMoskau , die jetzt obnweit des Thurms in einer Grubebefindlich, wiegt 480000 Pfund. (Galletti geograph.Taschenwört.-Buch 1609. S. ZZ8. — In Frankreich ,die große Glocke zu Rouen, in der Normandie , welcheFko Centner haben soll; und die zu Paris in der«rzbischöflichen Kirche, welche von 24 Männern geläutetwerden muß, und bei stillem Wetter z deutsche Meilenweit gehört wird; dergleichen giebt es noch zu Lyon ,Toulouse , in Langurdoc u. s. w., welche letztere500 Centner wägt. Nachrichten von mehrern merkwür-digen Glocken findet man beim Krünitz. Im Jahre8ls wird schon einer silbernen Glocke gedacht, dieWilhelm, Herzog von Aquikanien an die Decke derKirche deS von ihm gestifteten Klosters Gellone auf-hängen ließ. (v. Murr Jsurn, II. 71. V. 95.)

Der Gebrauch der Glocken bei Todesfällen undBeerdigungen ist schon im VII. Jahrhundert üblichgewesen. (Reinhard Gesch. d. christl. Kirche. 242.)

Lärm. oder Sturmglocken find ebensals nicht