izo Himmels- und Erdkugeln
fertiget habe. Nach Gassendi soll Eudoxus vonLriidus igo Jahr vor Chr. G. ein« solche zu Standegebracht, und die Sternbilder des Aratus darauf ge-setzt haben. In neuern Zeiten beschäftigten sich vomXV. Jahrhunderts an, Negiomontan, Schoner,Harlmann u. a. mit Verfertigung der Himmelsku-geln die aber noch sehr unvollkommen waren. Mar-tin Beham zu Nürnberg verfertigte am Ende des XV.Jahrh. Erdkugeln, wovon noch eine auf der Bibliolhekdaselbst befindlich ist. Im XVI. Jahrh, haben sichFracastori in Italien , Gemma FrisiuS, Ger-hard Mercatvr, und Jodocus Hand, durchBereitung künstlicher Erdkugel» hervorgethan, undTycko de Brahe brachte 1583 eine sehr kostbare mes-singene Himmelskugel von 6 Fuß Durchmesser zuStande» welche zu Koppenhagen ,728 mit der dastgenSternwarte verbrannte. Aus dem XVII. Jahrh, sinddir Erd- und Himmelskugeln der Gebrüder WilhelmJanson, und Johann Janson Blaru, oder Cä-sius, in Amsterdam , vorzüglich berühmt. Eine Erd-kugel von 7 Fuß Durchmesser, »645 — 1650 von de»Erben des Wilhelm Blaru verfertigt, wird auf derKunstkammer zu Petersburg aufbewahrt. Die große got-torpische Weltkugel, welche für den Herzog von Hol-stein von 1656 bis 1664 durch Andreas Busch ausLimburg gebauet ward, hatte ri Schuh im Durch-messer. stellte von innen Himmel, und von außen dirErde vor, hatte inwendig an der Axe einen Tisch mitBänken für 12 Personen, und am Horizonte eine Gal-lerte. Diese große Maschine ist in Petersburg reparirtworden, und steht noch daselbst in eineq, eignen Hause.Erhard Weigel, Pros. in Jena , verfertigte umi68r große Kugeln von Kupfer und Messing, zum Theil