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Zweiter Band.
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Kobolt

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tung des Worts Kobolt . Die beste Nachricht von derErfindung, aus den Kobolten ein brauchbares blauesGlas zu machen, ist vom Prediger Lehmann zu Schei-brnberg, der 1688 im hohen Alter starb. Darnachscheint die Erfindung der Färbemühlen zu Schmältein das Jahr 1540 oder 1560 zu fallen, und rührt voneinem Glasmacher, Christoph Schürer , von derPlatten im Böhmischen her, der eine Handmühle, nach-her aber auch eine Wassermühle zu Neudeck anlegte, undmit Schneeberger Kobolten schönes blaues Glas machte,welches hernach auf diesen Mühlen gemahlen wurde.Die Holländer suchten die Zubereitung dieses neuen Pig.ments auszuforschen, und es waren schon damals inHolland 8 solcher Färbemühlen, welche die gerösteten Ko-kotte aus Schneeberg in Tonnen erhielten. Bald daraufwurden auch mehrere Färbemühlen um Schneeberg erbau,et, und von Hans Burghard, der daselbst Käm-merer und Kaufmann war, 1649 ein Farbrwerk zuAnnaberg angelegt. Der älteste Schriftsteller, beidem man den Namen TaKsra bemerkt hat, ist Va-nuccio Biringocci, in der ersten Hälfte des XVl.Jahrhunderts. Er beschreibt den Gebrauch zur Färbungdes Glases, nennt es ein schweres Metall, ohne esweiter zu erklären. Der erste, welcher die Zasferain Schriften richtig erklärt, und die Bereitung aussühr-lich beschrieben hat, ist, so viel man weiß, JohannKunkel (geb. i6zo. gest. 1702.). Ihm nach heißtZasfera bei den Bergleuten ^silosr. Der NameLskksrs, ist ohne allen Zweifel aus entstanden,

welches Wort, nach dem Verfall der griechischen Spra-che für (Sapphic) gebraucht ward. Also ist

die blaue Farbe die Ursach dieser Benennung, welche zu-letzt zu Saflor verdorben worden. Sch malle ist das