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Zweiter Band.
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Kochbuch

Lrrisltum, welches im mittlern Zeitalter aus dem deut-schen Worte Schmelzen, für Schmelzglas gemachtworden. Eschel scheint nur von Asche abzustammen.Man sagt, die Glasmacher lassen Hol; äsch ern, oderzu Asche brennen. Aeschecichl heißt die Lauge, dieschwächere blaue Farbe scheint diese Benennung veranlaßtzu haben. Beckm. Erf. III. sos. *

Kochbuch. Das älteste, was aus dem Alterthum auf un-sre Zeiten gekommen ist, hat der Römer Apicius ge-schrieben, der unter dem Augustus und Tiberius gelebt haben soll. Universallex. II. Lzo. Einseltenes Kochbuch neuerer Zeit' ist dasjenige, welchesBartholom. Scappi, im I. ,598 zu Venedig in4. herausgegeben hat. Fabric. III. ZZy.

Kochgeschirre. Um die Speisen zuzubereiten, mußteman Geschirre haben, die die Wirkung des Feuers un-mittelbar empfingen, und solche den flüssigen, daringethanen Körper mittheilten. Die Materie, worausdergleichen Geschirre gemacht werden sollten, mußte aberstark genug seyn, um der Wirkung des Feuers zu wi-derstehen, und den Speisen Zeit zum Kochen zu lassen.Zu dieser Erfindung konnte man nur nach verschiedenenVersuchen gelangen. Die Wilden in der Straße desFr »bisher bedienten sich einer Art Kessel aus frischenFischhäuten. In den westlichen Inseln von Schottland brauchten die Einwohner zu gleichem Endzweck das Fellder frisch geschlachteten Thiere. Die Ostiaken bereitenihre Speisen in Kesseln von Baumrinden. In Siamhat das gemeine Volk keine andere Art, den Reiß zukochen, als ihn in einer Kokosnuß ans Feuer zu brin-gen, und der Reiß kocht, indem die KokoS brennt; erkocht aber gahr, ehe der Kokos noch ganz verbrennt.Die Einwohner von Amboina und Ternato bedienen sich