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Zweiter Band.
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Kochgeschirre

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zu diesem Gebrauch eines Bambus, oder ausgehöhltenRohrs. Da man aber Hiebei die Gefäße ohne Unterlaßerneuern mußte, so erfand die Noth bald neue Mittel,das Kochen der Speisen zu erleichtern. Einige Völkerder südlichen Länder überzogen daher Anfangs ihre höl-zernen Geschirre mit Thon. Dieser Versuch führte aufdie Töpferkunst. Aus Erfahrung hatte man gelernt,daß gewisse Eiden dem Feuer widerstünden. Man schaf»te also die Geschirre von Holz ab, die inzwischen An-leitung gegeben hatten, die Erde in eine Form zubringen, -und diese Kunst konnte um so leichter ausge-führt werden, da man kein Metall nöthig hat, umdie Gefäße von Erde zu bearbeiten. Wahrscheinlich hatman auch nicht gleich Anfangs den Grad der Brennungund noch weniger ihnen die Glasur zu geben gewußt»wozu der Zufall zuletzt die Veranlassung gegeben habenmag. In der Bibel wird des Töpfers in Irrem. 19,rr. 18. ü., Zes. 29, 16. 45. 9. Zach. n, iz. undan andern Orten gedacht. — Kupferne Küchenge-schirre müssen bald allgemein geworden seyn. Es konnteaber nicht lange an Erfahrungen fehlen, daß die, ausKupfer verfertigten Ge äße gefährlich wären, und manfand unter den herkulanischen Alterthümern, die man1772 bei Neapel ausgrub, kupferne Kessel und Geschir-re, die inwendig nicht verzinnt, sondern mir einer sil-bernen Platte überzogen waren. In Niemes wurden vie-le altrömische Gesäße ausgegraben, die von Kupfer, undin- und auswendig vergoldet befunden worden. Auchdas Zinn wurde bald als ein Vrrbesserungsmittel desKupfers angesehen, da schon Plinius sagt, daß dasZinn die gistarlige Schärfe des Grünspans dämpfe. DieKupferschmiede damaliger Zeit müssen aber, wie dieheutigen, unüberwindliche Hindernisse im Ueberziehrn des