Lateinische Sprache
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tung des Erfinders einen Versuch damit angestellt. EineLast von 24 Centncrn 24 Pfund wurde anfangs von 5Menschen, dann von einem Pferd«, dann von 2 Men-schen 600 Schritte weit, ohne Anhalten, leicht fortge-zogen. — Mag. all. neuen Erf. V. 18z.
Lateinische Sprache, wurde unter den Päbsten des IX.Jahrhunderts, besonders durch Nicolaus I. , und dieBefehle seines Nachfolgers Adrian II. , für die Spra-che der Kirche erklärt, deren man sich beim Gottes-dienste, insonderheit bei der Messe bedienen sollte; undda fingen alle Geistliche an, sich auf die lateinischeSprache zu legen, darin zu reden, zu singen und zuschreiben. Wie weit die Unwissenheit der Geistlichkeitum diese Zeit zum Theil gegangen seyn möge, kannman daraus abnehmen, daß im VIII. Jahrhunderte einbayrischer Pfaffe in nornins ^atria, killn at oxirituussncta, taufte, Bonifacius wollte diese Taufe so-gar verwerfen; aber der Pabst Zacharias und der Bi-schof Virgilius zu Salzburg erklärten sie für gül-tig- — Fabric. 11 . 571.
Lateinische Versemacherey. In dem Zeitraume von1100 bis 1500 nach Ehr. Geb. bedienten sich noch weitmehrere Dichter der lateinischen, als ihrer Mutter-sprache. Man schrieb die Historie, man lehrte die Phy-sik und Arzneykunde in Versen. Man brachte die Gram-matik und Prosodie in Verse rc. Selbst das weiblicheGeschlecht ließ sich von dieser Seuche anstecken. EinDerzeichniß vieler dahin gehöriger Dichter und ihrer Wer-ke, findet man in Meusels Leitfaden. II. 80S —812.
Laterne. Die Erfindung der Laternen geht ins hohe Al-terthum zurück. Clemens Alexandrinus schreibt ih-re Erfindung den Egyptern zu. Unter den Griechen