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Zweiter Band.
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Leihhaus

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wachten, welche zu Betreibung ihrer Gewerbe, oder son-stigen nöthigen Bedarf, Geld zu erborgen sich genöthigtsahen, haben ursprüglich die Veranlassung zur Errich-tung öffentlicher Leihhäuser gegeben. Barnabas Inte»ramensis, ein Arzt, vermuthlich aus Terni , dernachher Franziskaner wurde, hatte im XV. Jahrhundertzuerst den Einfall, ein Leihhaus anzulegen. Dies ge-schahe zu Perugia , wahrscheinlich vor dem Jahre1464. Zu Viterbo ist ein Leihhaus 1469 von einemMinoriten FranziScus de Viterb0 angefangen. ImJahre 1479 kam das Leihhaus zu Savona zu Stande.Die meisten Leihhäuser in Italien sind im XV. undXVI. Jahrhundert von Minoriten angelegt worden. ImJahre 1485 errichtete Bernardinus Tomitano einLeihhaus zu Assist; im Jahre 1486 brachte er ein« zuMantua zu Stande. Zu Florenz wurde durch denberüchtigten Dominicaner HitrvnymuS Savona-rola eins zu Stande gebracht, wo Bernardinus Wi-verstand fand, und auch die Obrigkeit sich dagegen setzte.Im Jahre 1488 stiftete er eins zu Parma und Cess­ na . Am Ende des Jahres war der Mönch am andernEnde von Italien , und renovirte das Leihhaus zuAquila, im Königreich Napoli . Im Jahre 1489legte er ein solches eben daselbst zu Chieti , auch imKirchenstaat zu Rieti , zu Narni und zu Lucia an.Im I. 1490 legte Bernardinus eins zu Piacenza , derMinorit Michael de Aquis eins zu Verona , und einanderer zu Milan 0 an. 1491 kamen Leihhäuser zuPadua und Ravenna zu Stande. Mehrere wurdenin den Jahren 149z, 1494 u. s. w. in andern italieni­ schen

Städten gestiftet. Rom hat erst 1559 ein Leih.Haus erhalten. Die allerersten Leihhäuser haben ein«päbstliche Bestätigung erhalten, weil den Katholiken nur