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Zweiter Band.
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Leim

die Päbst« die Frage: Unter welchen Umstanden Zinsenzu nehmen sind, entscheiden können. Die erste Erwäh-nung eines Leihhauses in Deutschland , die bis jetztbekannt ist, findet sich in der, den Nürnbergern von,Kaiser Maximilian I. 1498 ertheilten Erlaubniß, dieJuden aus der Stadt zu vertreiben, dagegen aber Wech-selbänke anzulegen. Die Leihhäuser wurden also inDeutschland zuerst unter dem Namen der Wechselbän-ke, worunter man vorher ein jedes Comtoir, wobei Gel-der umgesetzt und verliehen worden, verstand, bekanntgeworden sind. Zu Nürnberg hat man erst iö>8,und zu Augsburg 160,7 ein Leihhaus angelegt. Znden Niederlanden, in Frankreich und Englandsind die Leihhäuser zuerst unter dem Namen der Lom-barde bekannt geworden. (s. diese.). Zu Brüssel istdas öffentliche Leihhaus oder Lombard 1619, zu Ant-werpen 1600. zu Gent 1622 errichtet. In Frank-reich fand diese Anstalt beständig Widerstand, vornem-nemlich, weil die Sorbonne sich nicht von dem Vorur-theiie wider Zinsen zu befreyen verstand. — Unter Lud-wig XIII. ward zwar 1626 ein Leihhaus in Paris er-richtet, aber man mußte es im nächsten Jahre wiedereingehen lassen. Im Jahre 1695 vermachte Jemand einCapital der Stadt Marseille , um davon eins nachitalienischer Weise zu errichten. Erst 1777 kam aus kö-niglichen Befehl der jetzige rnont äs xists zu Paris zuStande, welcher zuweilen 40 Tonnen voll von versetztengvldnen Uhren hat. — Beckmann Erfind. IU. 309.s. Bank.

Leim. Die Erfindung der Leimbereitung wird von» Pli>nius (VII. 56.) dem athrniensischrn Künstler Dädalus zugeschrieben.

Lein s. Flachs.