Band 
Zweiter Band.
Seite
368
JPEG-Download
 

Z68

Logik

IN. Jahrhunderte unter dem Kaiser Diokletian lebte,erfand die Z. krssckicadilis; und Boelkius vermehrteim VI. Jahrhundert nickt nur die Lehre von den Erklä-rungen und Eintheilungen, sondern erfand auck die Lehrevon den hypothethiscken Schlüssen. Laurentius Val-la (gest. ,1465 ) reinigte die Logik zum Theil vom scho.lastischen Wüste, that auch etwas eignes hinzu, beson-ders wollte er die dritte syllogistische Figur nicht leiden,und brachte die lo Karhegorien oder Prädicamente auf3 zurück. Petrus Namus gab 1543 der Lehre vonden yrurtuor Asneribus cuusurum, die er schon beimAristoteles fand, ihre rechte Gestalt, und sucht« sie be-liebt zu machen. Melanchthon ließ schon viel Unnütze«au« der Logik weg und behielt nur das Nützliche bei.Wolfgang Büttner gab die erste deutsch « Logik1576 zu Leipzig heraus. Auch Friedr. Bcurchusiusgab »586 daselbst eine deutsche Logik heraus. — GoS-win Wasserleiter schrieb eine deutsche Vernunftiehredie 1587 r» Frankfurt, und 1590 zu Erfurt gedrucktwurde. Gegen das Ende des XVI. Jahrhunderts bemü-hete sich Edmund RicheriuS, die Logik wieder aufdie ersten Gründe der Natur zurück zu führen. SeinBuch war gleichsam der Vorgänger des Carlesiu-.Earlesius zeigte in etlichen Schriften rvz? und 1641,daß man auch ohne scholastische Lerminologieen, undohne aristotelische Logik philosvphrren, und sich auch demUngelebrten deutlich machen könne. Er gab daher 4 Re-geln, die den Sacken nach, zwar nicht neu waren, aberdoch dazu dienen sollten, die Syllogismus-Kunst ent-behrlich zu machen. Der erste Cauesianer, der eine voll-ständige Logik schrieb, war Joh. Elauberg; er gabsie 1655 heraus, und war der erste, der in Deutschland den CartesianiSmus lehrte. Krünitz. I-XXX. 194.