Z4 Bernstein rc.
Gesäße und anderer Kunstsachen an. Aber aller Bern-stein , den man von jeder kannte, kam von der Küsteder Ostsee , und daselbst wird er noch jetzt, von Holsteinbis nach Jngermannland, gefunden, wenn gleich diePreußische Küste, wo die schönsten und größten Stückeherkommen, von der dunkelsten Zeit her, wegen des da-selbst vorkommenden Bernsteins, berühmt gewesen ist.Die Gegend, wo der meiste Bernstein ausgeworfen wird,macht denjenigen Theil von Samland aus, der vor-mals der sudanische Winkel hieß, und der, vonder Festung Pillau bis zum Anfange der Kurischen Neh-rung mit allen Buchten der See, einen Umkreis von 10deutschen Meilen betrügt. Hier wird der Bernstein ,wenn die Ostsee stürmisch wird, ausgeworfen, und wennder Sturm sich gelegt hat, mit an langen Stangen be-findlichen Harrbnktzen, (Käschen) aus der See herausge-fischt, und in diesem Zustande Schöpfgut" genannt.Seit der Mitte des XVII. Jahih. hat man angefangen,den Bernstein aus den Strayddergen an der Ostsee auchzu graben. Jetzt sucht man bei Großkirchrn unterder Schalung der Erde Bernstein hervor. Schon in dendunkeln Zeiten fand man, daß in Preußen der Bern-stein an der Sarpländischen Küste, bei heftigen Nord-und Westwinden, besonder« im November und Decemberausgeworfen wird. Jener Meeresouswurf, der seit demVI. Jahrh, aus der Geschickte verschwunden war, wurdeendlich durch die Eroberung von Preußen wieder bekannt,und nun als ein Kleinod betrachtet. Nach von Bacz»k o wurde desselben in dem Vergleiche, weichen der Hoch-meister Hanno mit dem Samlandischen Bischof imJahre 1264 schloß, zum ersten Male unter dem Na-men des Bernsteins gedacht. Won den alten Deut-schen wurde er Glessum genannt. Im Jahre -girr,bei dem großen Hrrbststutme am 3. November, warf