6o Bibliothek
zum öffentlichen Gebrauche bestimmte. Lsrx-S aberführte diese Sammlung nachher mit nach Puffen. —In der blühenden Periode Athens , hauen meh-ere Pri-vatpersonen Büchersammlungen, unter denen die, desEuklides zu den beträchtlichsten gehörte. Unter dengroßem und berühmten öffentlichen Bibliotheken, wardir deS Ptolowäus Philadelpkus zu Alexandrien die vorzüglichste, die aus 700000 Bänden bestand, wo-von, nach Plutarch , ein großer Theil von den Flam-men verzehrt wurde, als Cäsar, um sich zu retten,seine Flotte in Brand steckte, und die Flamme die StadtAlexandrien mit ergriff. Cleopatra ersetzte diesen Ver-lust einigermaaßen wieder, da ihr Antonius die Biblio-thek von Pergamus schenkte. In Rom wurde dir erste-öffentliche Bibliothek von Asinius Pollio errichtet,die sich im Atrium deS Tempels der Freiheit, auf dem Ber-ge Aventinus befand. Augustus legte in dem Tempeldes Apollo, auf dem palatinischen Hügel, eine'griechischeund lateinische Bibliothek an, und eine andere, im Na-men seiner Schwester, Octavia, beim Theater deS Mar.cellus. Außer diesen gab es in Rom noch Bibliothe-ken auf dem Capitolium, im Tempel des Friedens, imPallaste Tibers, und insbesondere die alpinische, wel-che Diokletian mir seinen Iksrniis (Bäder) errichtete.Auch Privatpersonen hatten oft gute Bibliotheken, besondersauf ihren Landgütern. Die Büchersäle waren mit Sta-tüen und Gemählden geschmückt, insbesondere mit Bild-nissen von Gelehrten. Oben und an den Seiten warensie mit Fenstern versehen, und längs den Mauern warenSchränke oder Behältnisse, worin die Bücher -standen,angebracht. Ueber die Bibliothek war ein Ausseher ge-sezt, der UidliotUsos, und späterhin LibliotUsosriusdich. — Adams röm. Alterth. yzz — Funke.rwttrK Realschullex. I. 133 — Zi8. V. 67s. — AuS»