Biblia Polyglott« gg
Bulle Ilyigsnitu« ausdrücklich die Satze deS Quesncllsverdammt, daß das Lesen der Bibel für alle gebore, unddaß es schädlich sey, einen Christe« davon abzuhalten. —»Quesnel war ein sehr berühmter Presbyter Orarorii,war zu Paris »694 geboren, und starb zu Amsterdam 1719. — Mehlig Kirch. u. Äetz. Hist. I. »94. —Ladvocat histor. Handrv. Buch. III. 1045
Biblia Polyglott«. Die Erfindung derselben schreibtman insgemein den Juden z»^ weil sie, nachdem siedas Hebräische allmäblig zu vergessen angefangen, ihre«Bibeln unter dem Text eine chaldäische Uebersetzung bei-schrieben. Unter den Christen hat hierzu Origenes (geb. 185. gest. 254 )>den Anfang gemacht, welches je«doch andere nicht zugeben wollen. In neuern Zeitensind nach und nach verschiedene Polyglotten herausgekom,men. Die vornehmsten darunter sind folgende: dieBibel durch den Cardinal FranciscuS UimrniuS,wetche zu Complut oder Alcala 1517 mit großem Ko-sten-Aufwand, hebräisch, chaldäisch, griechisch und latei-nisch gedruckt worden; die Bibel, dir auf Befehl Phi-lipps M Königs von Spanien, 1572 zu Antwerpen herausgekommen ist. Sie besteht in 8 Bändep und ent-hält den hebräilcken, chaldaischen und lateinischen Text,nebst der syrischen Uebersetzung des neuen Testaments;die Bibel, die 1645 in 10 Banden zu Paris aus Lichtgetreten ist, und zu welcher Michael du Hay, einparisischer Parlaments-Advocat die Kosten hergegebenhat, die sich aus ic> 000 Rthlr. beliefen; die Bibel»die 1677 in England von BrianoWationo besorgtwurde, aus 6 Bänden besteht» und eigentlich eine newe,richtigere und vollkommenere Ausgabe der pariser Poly,glotke ist. — Mehlig Kirch. u. Ketz Lex. I. 199.
Bibliothek, (i. B. «2Z ) Unter den Griechen lvgtsschon Pisistratus eine Bibliothek an, d:e er auch