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Bullen, silberne
Constantinopel. Für die älteste bleyerne Bulle wirddie-von der Galla Placidia im V. Jahrh, gehalten.
Im geistlichen Stande gehören hierher vorzüglich dierömischen Päbstr. Nach Gälterer irren in Anse.hung deö Ursprungs der bleyernen Bullen der Pädste,sowol diejenigen, die ihn schon vvm P. Sylvester I.<314— 3Z5-) und Leo I. (440 — 46-,.) ableiten, alsauch diejenigen, die ihn bis zu Hadrian I. (772 —795-) herabsetzen. So viel ist gewiß, daß schon einigePäbste des VII. Jahrh, mit.Bley gesiegelt haben. Auchweltliche uyd geistliche Collegren haben sich derbleyernen Bullen bedient; und unter den letztem in-sonderheit Concilien und Synoden. Den Ursprungder Synodalsieg el setzt Heineccius in die ersten ^Jahre des XV. Jahrh.; nach Leyser aber sind sie viel !älter. — Gatterer Diplom. 180. !
Bullen, silberne, sind außerordentlich selten. Dir ^Byzantinischen und die übrigen worgenländischen Kaiserhaben dergleichen zuweilen an ihre Urkunden hängenlassen. An einer Urkunde von Modert II., Fürstenvon Capua, von 1128 soll eine silberne Bulle hangen.Gatterer Diplom. 179. . !
Bullen, goldene, Der Gebrauch der goldnen Bullen !ist, wie man glaubt, von den griechischen Kaisern an ^die Franken, so wie unter Bela 111 . auch an die Un-gern gekommen. Goldne Bullen haben gebraucht 1) diegriechischen Kaiser, und unter diesen, so viel man weiß,zuerst Justinian (527—56g.). 2) Unter den Caro.Ungern allein Carl II. der Kahle (876.) Z) Unterden deutschen Kaisern und Königen zuerst Otto III. (983 ). 4) Unter den Kaisern und Königen von ItalienWidy (8yl-)- 5 ) Unter den Königen von Frankreich
Ludwig VII. der Jüngere (1137 —1180.). 6) Unterden Königen von Spanien Alsons der Weise (1252 —